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Zweckverband zur Wasserver- und Abwasserentsorgung
der Gemeinden im Thüringer Holzland

Mit der am 15. Mai 2010 in Kraft getretenen "Thüringer Verordnung über Anforderungen an Wartung und Kontrolle von Kleinkläranlagen (Thüringer Kleinkläranlagenverordnung -ThürKKAVO-)" wird der AZV Gleistal als Träger der öffentlichen Abwasserbeseitigung verpflichtet, regelmäßig Kontrollen der Kleinkläranlagen (KKA) vorzunehmen, die direkt in ein Gewässer einleiten. Bisher lag die Verantwortung dafür bei der unteren Wasserbehörde und wurde jetzt auf die Abwasserbeseitigungspflichtigen übertragen.

Welche KKA werden kontrolliert?
Die Kontrolle erfolgt für alle Kleinkläranlagen, aus denen gereinigtes Abwasser direkt in ein Gewässer - dazu zählt auch die Versickerung in das Grundwasser - eingeleitet wird (Direkteinleiter).

Wer kontrolliert die KKA?
Die Kontrolle erfolgt durch Mitarbeiter des ZWA "Thüringer Holzland", die sich durch einen Betriebsausweis ordnungsgemäß legitimieren können.

Wann und wie oft werden die KKA kontrolliert?
Die Überprüfung der KKA wird in der Regel gemeindeweise erfolgen. Die Grundstückseigentümer werden über den vorgesehenen Kontrollzeitraum rechtzeitig informiert. Gemäß ThürKKAVO ist eine Kontrolle grundsätzlich im Abstand von zwei Jahren durchzuführen.


Was wird kontrolliert?

die Einhaltung wasserrechtlicher Anforderungen

der bau- und anlagentechnische Zustand sowie die Funktionstüchtigkeit der KKA

die ordnungsgemäße Durchführung der Eigenkontrolle, der Wartung und der Schlammentleerung

die Führung des Betriebsbuches

die dauerhafte Funktion des Betriebsstundenzählers (bei vollbiologischen KKA)


Welche Daten werden darüber hinaus erhoben?

Erreichbarkeit des Anlagenbetreibers (Name, Anschrift, Tel.-Nr.)

Lage und Typ der KKA

Anzahl der an die KKA angeschlossenen Einwohner

Nummer der bauaufsichtlichen Zulassung (bei vollbiologischen KKA)


Was passiert, wenn das Kontrollergebnis nicht den Anforderungen der ThürKKAVO entspricht?
Festgestellte Mängel werden durch den ZWA-Mitarbeiter auf dem Prüfprotokoll vermerkt. Auf die notwendige Behebung wird mit angemessener Fristsetzung hingewiesen. Der Anlagenbetreiber ist verpflichtet, die Mängel innerhalb der angegebenen Frist zu beheben und die Mängelbeseitigung dem AZV Gleistal anzuzeigen. Durch diesen ist die Behebung der angezeigten Mängel erneut zu kontrollieren.

Was geschieht mit den erfassten Daten und Kontrollergebnissen?
Bei der Vorort-Kontrolle wird durch den Mitarbeiter des ZWA  ein Protokoll erstellt. Hiervon ist dem Anlagenbetreiber eine Kopie zu übergeben. Das Protokoll ist darüber hinaus der unteren Wasserbehörde auf elektronischem Wege zu übermitteln.

Ist die Überprüfung für den KKA-Betreiber kostenpflichtig?
Zur Deckung der Aufwendungen wird durch den AZV Gleistal eine Gebühr erhoben.

 


Bitte halten Sie am Tag der KKA-Kontrolle - soweit vorhanden - alle erforderlichen Unterlagen, wie wasserrechtliche Genehmigung, Bauartzulassung, Abfuhrbelege Fäkalschlammentsorgung, Wartungs- und Eigenkontrollnachweise bereit!