ZWA Logo
Zweckverband zur Wasserver- und Abwasserentsorgung
der Gemeinden im Thüringer Holzland

ABWASSERBESEITIGUNGSKONZEPT

des

Zweckverbands zur Wasserver- und Abwasserentsorgung der Gemeinden im Thüringer Holzland

3. Fortschreibung 2013

(Stand: 31.12.2012)

vom 18.03.2014

 

Erläuterungsbericht zum Gesamtkonzept


0. Einleitung

Vorliegendes Abwasserbeseitigungskonzept ist die dritte Fortschreibung des Abwasserbeseitigungskonzeptes (ABK) des Zweckverbandes zur Wasserver- und Abwasserentsorgung der Gemeinden im Thüringer Holzland (ZWA Holzland) in der Folge der von der Verbandsversammlung am 10.03.2010 beschlossenen zweiten Fortschreibung aus dem Jahre 2009.

Diese Fortschreibung wurde zum einen aufgrund der Anforderungen aus dem Thüringer Wassergesetz § 58 a, zum anderen infolge weiter entwickelter rechtlicher (Wasserrahmenrichtlinie, Fördermittelrichtlinien, Kleinkläranlagenverordnung) als auch wirtschaftlicher (Fördermittel, Kostenentwicklung) Rahmenbedingungen erforderlich.

Das ABK entwickelt zunehmend Bedeutung für die Abwasserbehandlung in ländlich strukturierten Regionen. Die hier als Anlage 4 beigefügten Ergebnisse der Kostenvergleichsrechnung dokumentieren die Entscheidungsgrundlagen für die betroffenen Orte aus Sicht der Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie der Betriebskosten.

Entsprechend den Maßgaben aus dem Informationsbrief Abwasser Nr. 4 / 2012, Pkt. 2.2.1. werden in den nachfolgenden Punkten a) bis f) die Angaben zum Aufgabenträger, die bisherigen Ergebnisse, die Prämissen der zukünftigen Tätigkeit, geplante Einzelmaßnahmen, Änderungen gegenüber der 2. Fortschreibung 2009 als auch Gründe für eine Befreiung von der Abwasserbeseitigungspflicht dargestellt.


1. Aufgabenträger und Entsorgungsgebiet

 

1.1.           Allgemeine Angaben

Der Zweckverband zur Wasserver- und Abwasserentsorgung der Gemeinden im Thüringer Holzland ist Aufgabenträger der öffentlichen Abwasserbeseitigung in seinem Verbandsgebiet. Dieses erstreckt sich über weite Teile des Saale-Holzland-Kreises und einen Teilbereich des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt.

Zum Juli 2002 traten die meisten Mitgliedsgemeinden des ehemaligen WAV Kahla und Umgebung dem ZWA Holzland bei. Einige vormalige Mitgliedsgemeinden beider Verbände trafen im Zuge dessen die Entscheidung, die Aufgaben der Wasserver- und Abwasserentsorgung in eigener Verantwortung (St. Gangloff, Mörsdorf, Bremsnitz, Gumperda, Heilingen, Lindig) wahrzunehmen oder einem anderen Aufgabenträger beizutreten (Ruttersdorf-Lotschen). Die Gemeinde Lindig ist seit August 2003 Mitglied des ZWA Holzland.

Die Gemeinde Eichenberg - innerhalb des Verbandsgebietes gelegen - war nie Mitglied des Zweckverbands und erfüllt Ihre Aufgaben selbst, während die Gemeinde Kleineutersdorf zum 01.01.2008 dem ZWA Holzland beitrat.

 

1.2. Mitgliedsgemeinden

Im Zweckverband zur Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Gemeinden im Thüringer Holzland sind heute 49 politisch selbständige Gemeinden (4 Städte und 45 Gemeinden) zusammengeschlossen. Diese gliedern sich in mehr als 80 Siedlungspunkte mit über 25 Einwohnern:

Städte:

Hermsdorf

Orlamünde

 

Kahla

Stadtroda mit Gernewitz, Hainbücht

 

Gemeinden:

Albersdorf

Kleinebersdorf

Schleifreisen

Bad Klosterlausnitz

Kleineutersdorf

Schlöben

Bibra mit Zwabitz

Lindig

Schöngleina

Bobeck

Lippersdorf-Erdmannsdorf

Seitenroda

Bollberg

Meusebach

Tautendorf

Eineborn

Möckern

Tautenhain

Freienorla

Oberbodnitz mit Seitenbrück

Tissa mit Ulrichswalde

Geisenhain

Ottendorf

Tröbnitz

Gneus

Quirla mit Dorna

Trockenborn-Wolfersdorf

Groß- mit Kleinpürschütz

Rattelsdorf

Uhlstädt-Kirchhasel1

Großbockedra

Rausdorf

Unterbodnitz mit Magersdorf

Großeutersdorf

Reichenbach

Waldeck

Hummelshain mit Schmölln

Reinstädt mit Geunitz, Zweifelbach

Waltersdorf

Karlsdorf

Renthendorf mit Hellborn

Weißbach

Kleinbockedra

Scheiditz

Weißenborn

1 Die Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel besteht aus 32 Ortsteilen. Es sind allerdings nur folgende Ortsteile Mitglied im ZWA Holzland:

Beutelsdorf, Dorndorf, Engerda, Niederkrossen, Ober-/ Kleinkrossen, Partschefeld, Rödelwitz, Rückersdorf, Schmieden, Uhlstädt, Weißbach, Weißen, Zeutsch


1.3. Fläche des Entsorgungsgebiets

Die Gesamtfläche des Verbandsgebietes beträgt insgesamt ca. 388,6 km². Der Flächen­anteil verteilt sich dabei wie folgt:

o        Anteil Saale-Holzland-Kreis:    337,3 km²

o        Anteil Kreis Saalfeld-Rudolstadt:   51,3 km²


1.4. Bevölkerungsstruktur und –entwicklung

Laut Erhebung des Thüringer Landesamtes für Statistik (TLS) leben in den Gemeinden des ZWA Holzland insgesamt 43.458 Einwohner (2012).

Nach einem jährlichen Bevölkerungszuwachs von ca. 0,5% bis 1998 wurde zu diesem Zeitpunkt von einem weiteren Bevöl­kerungs­anstieg von 7,7 % für die damals zugehörigen Gemeinden bis zum Jahre 2025 ausgegangen. Bei einem neuerlichen Vergleich (siehe Abbildung 1) wird ersichtlich, dass tatsächlich jedoch die Bevölkerungsentwicklung rückläufig ist (ca. 9% in den letzten 10 Jahren). Die Einwohnerzahl soll sich perspektivisch auf 35.160 E (Variante 1) im Jahr 2040 verringern, dies entspricht einem weiteren Rückgang um 20,7 %.

Abbildung 1: Einwohnerentwicklung im Gebiet des ZWA (Einwohnerwerte IST lt. Erhebung TLS; 3. Prognose und Variante lt. [TLUG 2011])

 

1.5. Gewässereinzugsgebiete und Gewässerqualität

Alle Orte des Verbandsgebietes entwässern direkt oder über (Neben-)Fließgewässer in die mittlere Saale oder die obere Weiße Elster.

Die Gewässer-Teileinzugsgebiete mit Darstellung des Maßnahmenbedarfs zur Reduzierung von organischen Belastungen (Ammonium-Stickstoff, BSB5) sowie zur Nährstoff-Reduzierung (Phosphor) sind in den nachfolgenden Abbildungen dargestellt:

Abbildung 2: Teileinzugsgebiete mit Maßnahmenbedarf zur Reduzierung organischer Belastungen

(Quelle: TLUG)

 

Abbildung 3: Teileinzugsgebiete mit Maßnahmenbedarf zur Reduzierung von Phosphor-Belastungen

(Quelle: TLUG)

 

Nachfolgende Tabelle zeigt die Fluss-Gebiete, die Einzelgewässer, die Messstellen und den Maßnahmebedarf zur Belastungsreduzierung entsprechend der Klassifizierung der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie. Diese Angaben wurden durch die aktuellen Einwohnerzahlen in den Einzugsgebieten und die Anzahl der Einwohner, deren Abwasser derzeit in kommunale Kläranlagen, die dem Stand der Technik entsprechen, behandelt wird, ergänzt:

 

Flussgebiet

Gewässer

Messstelle

Bedarf BSB5-Red.

Bedarf P-Red.

Einwohner

Anteil einzeln

E an ZKA n. St.d.T

Obere Weiße Elster

Erlbach

oh. Saarbach

nein

ja

916

2,1%

58 

Obere Weiße Elster

Rauda

oh. Malzbach

nein

ja

12.656

29,1%

12.445 

Obere Weiße Elster

Weiße Elster

Crossen

nein

ja

1.021

2,4%

991 

Mittlere Saale

Mittlere Saale

Camburg-Stöben

nein

nein

11.874

27,3%

8.461 

Mittlere Saale

Dehnabach

Großeutersdorf

nein

nein

271

0,6%

Mittlere Saale

Gleise

Mündung

nein

ja

576

1,3%

266 

Mittlere Saale

Reinstädter Bach

oh. Kahla

nein

nein

772

1,8%

Mittlere Saale

Wiedabach

Zeutsch

nein

ja

1.035

2,4%

28 

Mittlere Saale

Untere Orla

Mündung

nein

ja

879

2,0%

35 

Mittlere Saale

Obere Roda

uh. Waltersdorf

nein

ja

2.481

5,7%

264 

Mittlere Saale

Untere Roda

Gernewitz

nein

ja

10.977

25,3%

5.585 

 

Aus diesen Angaben der TLUG ist abzuleiten, dass aus Sicht der chemischen Qualität der das gereinigte Abwasser aufnehmenden Gewässer bezüglich des biochemischen Sauerstoffbedarfs und des Ammonium-Gehaltes für keines der Einzugsgebiete weitere Maßnahmen erforderlich sind. Allerdings besteht für mehrere Einzugsgebiete, an die ca. 70% der Einwohner des Verbandsgebietes angeschlossen sind, Handlungsbedarf zur Verminderung des Phosphateintrags.


 2. Wesentliche Ergebnisse der bisherigen Tätigkeit

 Zum Zeitpunkt der (faktischen) Bildung der Zweckverbände existierten auf dem Territorium des heutigen Verbandsgebietes lediglich eine biologische Kläranlage für 8.000 Einwohner (KA Hermsdorf, Inbetriebnahme Ende 1991, nur C-Abbau) und 7 mechanische Kläranlagen (Kahla – Neubaugebiet und Porzellanwerk, Hermsdorf – Keramische Werke, Stadtroda – Neubaugebiet, Bad Klosterlausnitz, Wolfersdorf – Neubaugebiet und Jugendwerkhof, Rödelwitz). Der Anschlussgrad an kommunale Kläranlagen – von denen keine dem Stand der Technik entsprach – betrug ca. 30%. Vollbiologische Kleinkläranlagen waren nicht vorhanden.

Seit dieser Zeit wurden (siehe Tabelle Investitionen) bedeutende Investitionsmaßnahmen im Abwasserbereich durchgeführt.

Mit den Orten Hermsdorf (ca. 7.900 Einwohner), Kahla (ca. 7.100 Einwohner), Stadtroda (ca. 5.400 Einwohner), Bad Klosterlausnitz (ca. 3.600 Einwohner) gemeinsam mit Weißenborn (ca. 1.200 Einwohner) und Tautenhain (ca. 1.000 Einwohner) verfügen 6 der 7 größten Siedlungspunkte im Verbandsgebiet über zentrale Kläranlagen nach dem Stand der Technik.

In fünf weiteren Orten bzw. Ortsteilen (Rabis, Schlöben, Waldeck, Waltersdorf, Weißen) werden zentrale vollbiologische Kläranlagen kleiner 1.000 EW betrieben. Aus den Orten Lindig und Kleineutersdorf sowie aus Teilbereichen der Gemeinden Großpürschütz (mit OT Kleinpürschütz) und Orlamünde wird derzeit das Abwasser zur Kläranlage Kahla übergeleitet. Darüber hinaus werden 22 kleinere Wohn- bzw. Gewerbegebietskläranlagen betrieben. Der Anschlussgrad der Bevölkerung an kommunale Kläranlagen, die dem Stand der Technik entsprechen, beträgt damit heute ca. 65%. Das Abwasser von weiteren 4,5% der Einwohner wird in mehr als 600 biologischen Kleinkläranlagen nach dem Stand der Technik behandelt.

In die Anlagen zur Abwasserableitung (Sammlerbau) wurde dahingehend investiert, dass einerseits eine anforderungsgerechte Ableitung stattfindet und andererseits wirtschaftlich sinnvoll der Anschlussgrad der Kläranlagen auf eine effektive Größe gebracht werden konnte. Das im Jahr 2000 aufgelegte Programm im Rahmen der EU-Kommunal-abwasserrichtlinie wurde hauptsächlich mit dem Bau von Sammlern und Mischwasser-behandlungsbauwerken in den Städten Hermsdorf und Stadtroda umgesetzt.

Im Bereich des ehemaligen WAV Kahla lag der Schwerpunkt der Investitionsmaßnahmen in der Stadt Kahla mit Kläranlage und Sammlerbau. Die ursprüngliche Konzeption der Überleitung sämtlicher Abwässer aus dem Verbandsgebiet zur ZKA Kahla wurde aus wirtschaftlichen Gründen verworfen. Der Verband war aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten und Grundsatzdiskussionen bis zum Beitritt zum ZWA Holzland lediglich eingeschränkt handlungsfähig. Im Ortsteil Weißen der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel wurde 1998 eine Kläranlage in Betrieb genommen. Im Zuge eines Klinikneubaus wurden Synergieeffekte für den gesamten Siedlungspunkt ausgenutzt. Die EU-Kommunalabwasser-richtlinie aus dem Jahr 2000 griff in diesem Verbandsgebiet nicht, da die hieraus ableitbaren Anforderungen erfüllt waren.

 

In den Jahren 2005 bis 2012 wurden neben umfangreichen Maßnahmen zur Erneuerung der Kanalnetze in den Mitgliedsgemeinden vor allem folgende Schwerpunktmaßnahmen zur anforderungsgerechten Mischwasserentlastung, zum Anschluss von Grundstücken an die zentralen Kläranlagen und zur Ausgrenzung von Gewässern und Außengebietswasser umgesetzt:

-          Stadtroda:

o        Geraer Straße: Neuanschluss an die ZKA Stadtroda und Stauraumkanal

o        Herrenstraße: Neuanschluss an die ZKA Stadtroda und Rodadüker

o        OT Hainbücht (1. + 2. BA): Entflechtung von Gewässer und öffentlicher Entwässerungseinrichtung

o        Anschluss des PWC Podelsatz an die ZKA Stadtroda

-          Kahla:

o        Neustädter Straße: Neuanschluss an die ZKA Kahla

o        Bachstraße: RÜ

-          Lindig: Entflechtung von Gewässer und öffentlicher Entwässerungseinrichtung, Stauraumkanal, Anschluss des oberen Ortsteils an die ZKA Kahla

-          Orlamünde:

o        1. BA (1. + 2. TA): Abwasserdruckleitung von Orlamünde bis Kahla-Löbschütz

o        2. BA: RÜB und Mischwasser-Pumpwerk zur Abwasserüberleitung zur KA Kahla

o        3. BA: Neuanschluss Unterstadt (Bau „Abfangsammler B 88“) an KA Kahla

o        4. BA (1. TA): Neuanschluss Oberstadt (Bau „Abfangsammler Stadtberg“) an KA Kahla

-          Kleineutersdorf:

o        Hauptstraße: Neuanschluss an die ZKA Kahla

o        Teileinzugsgebiet „Neue Welt“: Neuanschluss an KA Kahla

-          Seitenroda, Leuchtenburg (1. + 2. BA) : Errichtung Trennsystem, Kläranlage, Regenrückhaltebecken und Überleitungskanal

-          Hermsdorf:

o        Reichenbacher Straße/Grüne Aue: Neuanschluss an die ZKA Hermsdorf

o        Oberndorfer Weg 1. BA: Ersatzneubau als Voraussetzung für Außerbetriebnahme der noch vorhandenen Kleinkläranlagen

o        RÜB des nördlichen Hauptsammlers im Bereich der KA Hermsdorf

-          Tautenhain: Entflechtung von Gewässer und öffentlicher Entwässerungseinrichtung

-          Waldeck, östlicher Ortsteil: Neuanschluss an die ZKA Waldeck

-          Uhlstädt-Kirchhasel, OT Uhlstädt: Entwässerung 1. und 2. BA zur Abwasser-überleitung zur geplanten KA Uhlstädt (2014)

 

Mit diesen Maßnahmen wurden bis 2009 etwa 950 EW, von 2010 bis 2012 weitere 500 EW, vor allem in den Randgebieten der Städte und im ländlichen Raum, an zentrale Kläranlagen angeschlossen, die wesentlichen Mischwasserentlastungsanlagen errichtet und Problembereiche Gewässer/Außengebietswasser entschärft.

Weiterhin wurden durch umfangreiche Ersatzinvestitionen im Kanalnetz, insbesondere in den Orten Hermsdorf (Schillerstraße 2. BA, nördlicher Hauptsammler, Rathausplatz, Kirchenholzsiedlung), Kahla (Friedensstraße, Bachstraße, Bergstraße), Schlöben (OT Zöttnitz), Bad Klosterlausnitz (Jahnstraße 1. + 2. BA), Weißenborn (Eisenberger Straße, K 125, 1. + 2. BA) hydraulische und statische Probleme beseitigt und damit die Entsorgungssicherheit erhöht.

In den Jahren 2005 bis 2009 fanden auf den Kläranlagen Hermsdorf und Kahla umfangreiche Arbeiten zur Aktualisierung der Prozessleittechnik (Steuerung und Fernwirktechnik) statt.In den Folgejahren wurden umfassende Sanierungsarbeiten an den Schlammentwässerungsanlagen der Kläranlagen Hermsdorf und Kahla sowie am Sandfang und Nachklärbecken der KA Kahla (Erneuerung Räumerlaufbahnen) durchgeführt.

Daneben wurden umfangreiche Untersuchungen zur Optimierung des Energiebedarfs veranlasst. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen bezogen sich insbesondere auf die Bemessung oder die Funktionsweise von Großverbrauchern der großen Kläranlagen, wie Pumpen, Rührwerke und Gebläse bzw. deren Antriebe. Damit konnte der Energieverbrauch um ca. 20% gesenkt werden.


3. Prämissen für die weitere Tätigkeit


3.1. Allgemeine Angaben

Für die weitere investive Tätigkeit des ZWA „Thüringer Holzland“ gelten folgende Prämissen:

-          Investitionstätigkeit im Rahmen der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Verbands mit der Zielstellung, die Abgabenbelastung der Bürger zu begrenzen

-          Rechtliche Anforderungen

o        Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie

o        Umsetzung von Sanierungsanordnungen

o        Gewässerschutz

o        Ausgrenzung von Gewässern und Außengebietswasser in Mischsystemen

-          Erhöhung des Anschlussgrades an bestehende ZKA

-          Berücksichtigung der Fördermittelstrategie des Landes im Hinblick auf die Unterstützung zentraler oder grundstücksbezogener Lösungen

-          Energetische Optimierung der Kläranlagen und Abwasserpumpwerke

-          Koordiniertes Handeln mit den Straßenbaulastträgern

-          Erneuerung von an zentrale Kläranlagen angeschlossenen Ortsnetzen als Voraussetzung für den Kurzschluss von grundstückseigenen Kleinkläranlagen

-          Planmäßige Instandhaltung/Instandsetzung von Teilortsnetzkanälen


3.2. Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen


a) Spannungsdreieck des ABK

Ausgehend vom Spannungsdreieck des Abwasserbeseitigungskonzepts (siehe Abbildung) bestimmen drei wesentliche Faktoren die strategischen Grundlagen für die Festlegung der ortsbezogenen Entwässerungslösungen der Zukunft:

-          Rechtliche Anforderungen an die Gewässerbenutzung

-          Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Verbands

-          Fördermittelstrategie des Landes

 


Abbildung 4: Spannungsdreieck des Abwasserbeseitigungskonzepts

 

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, das Wasserhaushaltsgesetz, das Thüringer Wassergesetz, die Thüringer Kleinkläranlagenverordnung, der Thüringer Kleinkläranlagenerlass und die Entwässerungssatzung des ZWA „Thüringer Holzland“ bestimmen auf verschiedenen Ebenen den rechtlichen Rahmen für die Einleitung von Abwasser in die Gewässer. Hierbei wird klar, dass eine Gewässerbenutzung künftig nur gestattet ist, wenn die Abwasserbehandlung nach dem Stand der Technik erfolgt. Die Fortentwicklung der landesrechtlichen Regelungen ermöglicht die Ausweisung von Gebieten, in denen die Abwasserbehandlung dauerhaft durch Grundstückskleinkläranlagen nach dem Stand der Technik erfolgt.

Der ZWA „Thüringer Holzland“ verfolgt die Zielstellung, die wasserrechtlichen Anforderungen im Rahmen seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit in einem angemessenen Zeitraum umzusetzen. Bei der Beurteilung seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit steht für ihn die Begrenzung der Abgaben (Gebühren und Beiträge) im Vordergrund. Auch heute schon beeinflussen die kalkulatorischen Kosten (kalkulatorische Abschreibung und kalkulatorische Verzinsung des Anlagevermögens) der bestehenden Wirtschaftsgüter die Abgabenhöhe maßgeblich. Daneben spielen die Betriebskosten für bestehende Anlagen eine große Rolle. Aus diesen Gründen weist der ZWA „Thüringer Holzland“ seit der Erstaufstellung des ABK im Jahr 2005 in besonders ländlich geprägten Gebieten die Abwasserbehandlung durch grundstückseigene Kleinkläranlagen und den Erhalt der Teilortskanalisation für die Abwasserableitung aus.

 

Die Fördermittelstrategie des Landes wird seitens des ZWA „Thüringer Holzland“ als Steuerungsinstrument aufgefasst, das ebenfalls dazu dient, die Abgabenhöhe auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren. Die drastische Reduzierung der Fördermittel für zentrale Lösungen und die Auflage eines Förderprogramms für Kleinkläranlagen bringt dies deutlich zum Ausdruck.


b) Randbedingungen für die Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen

In der Tabelle „Aktueller Stand der Abwasserentsorgung und Anschlussgradentwicklung“ (Anlage 1a) und in der Abbildung 5 “Verhältnis der Anschlussgrade“ kommt zum Ausdruck, dass mit Umsetzung der bisherigen und künftigen Maßnahmen etwa 72% der Bevölkerung (ca. 33.000 Einwohner) an eine zentrale Abwasserbehandlungsanlage angeschlossen sind oder werden. Hierfür wurden zum Stichtag 31.12.2012 bislang etwa 3.480 € pro Einwohner an Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgewendet. Bringt man die gewährten Fördermittel in Ansatz, so bedeutet dies einen Eigenmitteleinsatz von etwa 2.555 € pro Einwohner.

 

Abbildung 5: Verhältnis der Anschlussgrade

Gemäß „ABK 2010“ werden etwa 28% der Bevölkerung (ca. 11.500 Einwohner) Abwasser mindestens bis Ende 2024 als Teil- oder Direkteinleiter entsorgen. Im Rahmen dieser 3. Fortschreibung des ABK ist zu untersuchen, ob dies als Dauerlösung zu bestätigen ist. Im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsberechnungen war zu überprüfen, ob im Vergleich dazu die Errichtung zentraler Entwässerungslösungen im ländlichen Raum wirtschaftlich vertretbar und zeitlich umsetzbar ist.

Dabei ist davon auszugehen, dass die Einwohnerzahl wie im Mittel der vergangenen zehn Jahre auch künftig um 0,8 … 1,0% pro Jahr sinkt. Weiterhin muss davon ausgegangen werden, dass die Baupreise zwischen 2,6 … 2,9% pro Jahr steigen werden.


c) Anzahl und Struktur der Siedlungspunkte mit weniger als 500 Einwohnern (Stand 12/2012)

Im Gebiet des ZWA „Thüringer Holzland“ geht es hierbei um 65 Siedlungspunkte mit Einwohnerzahlen zwischen 40 und 450 zum Stichtag 31.12.2012. Dabei ist der Verteilung der Siedlungspunkte zu entnehmen (Abbildungen), dass der Schwerpunkt hinsichtlich Anzahl der Orte und Einwohnerzahl in Dörfern zwischen 100 und 300 Einwohnern liegt.

 

Abbildung 6: Verteilung der Siedlungspunkte nach Gemeindegröße

Abbildung 7: Einwohnerverteilung nach Gemeindegröße

 

In Hummelshain lebten zum Stichtag 31.12.2012 614 Einwohner, davon 63 im Ortsteil Schmölln. Von den verbleibenden 551 Einwohnern waren bereits 35 an eine zentrale Wohngebietskläranlage angeschlossen. Das Abwasser von weiteren 68 Einwohnern wurde bereits über vollbiologische Kleinkläranlagen nach dem Stand der Technik gereinigt, so dass Hummelshain mit verbleibenden 451 Einwohnern in die Kategorie der Gemeinden mit weniger als 500 Einwohnern eingeordnet wurde.

Es ist zu beachten, dass bei der Entscheidung für eine künftige Abwasserlösung neben der Einwohnerzahl auch ortsspezifische Gegebenheiten (Gefällesituation, Siedlungsstruktur, Lage zur nächsten zentralen Kläranlage …) einbezogen werden.


d) Projektskizze mit indizierten Preisen

Für jeden der 65 Orte mit mehr als 100 Einwohnern wurde eine Projektskizze angefertigt. Diese besteht aus einem grafischen und aus einem tabellarischen Teil. Im grafischen Teil werden die Grundzüge einer denkbaren zentralen Entwässerungslösung in einer topografischen Karte dargestellt. Im tabellarischen Teil werden die für eine zentrale Abwasserbeseitigung notwendigen Anlagen im Hinblick auf die Anschaffungs- und Herstellungskosten mit Preisstand 2012 bewertet. Diese werden einerseits dem bisherigen Eigenmitteleinsatz des Verbands für zentrale Lösungen und andererseits den Aufwendungen für grundstückseigene Kleinkläranlagen sowie Erhalt der Teilortskanäle gegenübergestellt.

Es wurde darauf verzichtet, für diese Untersuchungen externe Dienstleister (Ingenieurbüros) in Anspruch zu nehmen. Überschlägig hätten derartige Untersuchungen für alle 65 Orte nach aktuell geltender HOAI (Leistungsphasen 1 und 2) etwa 1,5 Mio € gekostet.

Zur Ermittlung der Herstellungskosten wurden für Kanäle und Abwasserdruckleitungen Durchschnittspreise („Investitionskosten der Abwasserentsorgung“, Günther/Reicherter 2001) und für Sonderbauwerke und Kläranlagen eigene Kostenpositionen zugrunde gelegt. Diese wurden mit dem durch das Statistische Bundesamt geführten Preisindex Ortskanäle (Statistisches Bundesamt, Fachserie 17, Reihe 4, 11/2012) fortentwickelt. Das Preisniveau des Jahres 2005 liegt demnach bei 100% und ist bis zum Jahr 2012 auf 120,2% angestiegen. Bisher in den Orten durchgeführte Maßnahmen wurden gemäß Anlagespiegel (Jahresabschluss zum 31.12.2012) in die Variantenuntersuchungen einbezogen, da sie Bestandteil der untersuchten Varianten sind. Weiterhin wurden für einen Überschlag der Betriebskosten die Anzahl der Betriebspunkte und die Längen von Freispiegelkanälen und Abwasserdruckleitungen ermittelt.

Für die Einwohnerzahlen und Anzahl der Grundstücke wurden die Angaben des Statistischen Landesamts zum Stichtag 31.12.2012 bzw. die Angaben des Jahresabschlusses zum 31.12.2012 verwendet.

Für die Kostenbetrachtung der grundstückseigenen Kleinkläranlagen wurden die Annahmen der Informationsbroschüre von ZWA „Thüringer Holzland“ und AZV Gleistal (Ausgabe 2013) zugrunde gelegt.


e) Verteilungsmuster der spezifischen Anschaffungs- und Herstellungskosten

Mit der Durchführung der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ergeben sich erwartungsgemäß spezifische Herstellungskosten, die in kleinen Orten tendenziell höher sind, als in größeren Orten. Aus der Punktwolke im Diagramm (Abbildung 8) „Spezifische Anschaffungs- und Herstellungskosten über der Einwohnerzahl der Orte“ lässt sich ein hyperbelförmige Trendlinie ableiten. Diese weist – mit Ausnahme von 4 Siedlungspunkten (s. Abschnitt f) Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen) - spezifische Kosten von 4.000 … 9.500 € pro Einwohner aus. Für künftige Betrachtungen ist davon auszugehen, dass aufgrund von Einwohnerrückgang und Baupreisentwicklung eine Verformung (Verstärkung der Krümmung) und eine Verschiebung der Linie nach oben anzunehmen ist. Im Betrachtungszeitraum bis 2030 werden die durchschnittlichen spezifischen Kosten quadratisch ansteigen und bis zu 12.000 € pro Einwohner erreichen.

 

Abbildung 8: Spezifische Kosten nach Größe der Siedlungspunkte


f) Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

Gesamtbild

Das Szenario „Vollanschluss für alle“ ergibt aus heutiger Sicht eine fiktive Investitionssumme von 80 … 120 Millionen Euro zusätzlich zu den derzeit ausgewiesenen Investitionsmaßnahmen. Die Summe streut relativ breit, da einerseits keine detaillierten Planungen und andererseits eine deutliche Abhängigkeit von Investitionszeitpunkt und –geschwindigkeit bestehen. Fast alle untersuchten Orte weisen deutlich höhere spezifische Anschaffungs- und Herstellungskosten als bisher realisierte Lösungen aus. Eine Aussicht auf Förderung zentraler Lösungen durch das Land besteht nach heutigem Kenntnisstand nicht.

Bei der Umsetzung des Szenarios „Vollanschluss für alle“ würde sich die mengenabhängige Einleitgebühr für alle Volleinleiter drastisch erhöhen. Damit ist die Umsetzung dieses Szenarios bereits aus wirtschaftlichen Gründen nicht verantwortbar.

Auf eine dynamische Kostenvergleichsrechnung zwischen „zentraler“ und „dezentraler“ Lösung nach LAWA wurde deshalb bewusst verzichtet, da sie einerseits ihre „Dynamik“ zu einem großen Teil statischen Annahmen für konstante Zinssätze für einen Zeitraum von bis zu 50 Jahren bezieht und andererseits überhaupt nicht mit der Gebührenkalkulation und der daraus resultierenden Gebührenhöhe in den jeweiligen Kalkulationszeiträumen korreliert.


Wertung von Einzelergebnissen

Vergleicht man die Ergebnisse für die einzelnen Siedlungspunkte, so werden auch einzelne Abweichungen vom Trend sichtbar. Die Ursachen liegen in den örtlichen Verhältnissenbegründet. Während Abweichungen nach oben noch deutlicher für grundstücksbezogene Lösungen sprechen, sind Abweichungen nach unten näher zu betrachten. Hier ist es in Abstimmungen mit den zuständigen Behörden denkbar, für den Zeitraum 2025 bis 2030 zentrale Lösungen vorzuschlagen, ohne dass bis dahin Sanierungsanordnungen erlassen werden. Dies betrifft insbesondere Ortslagen, in denen größere Teile des Kanalnetzes bereits im Rahmen von Gemeinschaftsmaßnahmen errichtet wurden. Nach Auswertung der Einwohnerzahlen und deren Entwicklung im Rahmen des Demografiechecks (Anlage 1b) ergibt sich folgende Reihenfolge:

-          Zöttnitz

-          Partschefeld

-          Hainbücht

-          Tautendorf

 

3.3. Prioritätenliste zur Umsetzung der Sanierungsanordnungen

Im Ergebnis der seit 2010 in Erfüllung der Thüringer Kleinkläranlagenverordnung durchgeführten Kontrollen der Kleinkläranlagen und der sich aus deren Zustand ergebenden Sanierungsanforderungen erfolgten mehrere Abstimmungen mit den Unteren Wasserbehörden sowie eine Beratung mit dem TMLFUN im Dezember 2011 zur weiteren Vorgehensweise. Es wurde vereinbart, entsprechend wasserwirtschaftlicher Erfordernisse eine Prioritätenliste zur Sanierung von Abwassereinleitungen, die nicht dem Stand der Technik entsprechen, zu erarbeiten. Diese soll einerseits dem ZWA und den zuständigen unteren Wasserbehörden eine planmäßige Umsetzung der notwendigen KKA-Sanierungen ermöglichen sowie andererseits den betroffenen Grundstückseigentümern weitestgehend die Inanspruchnahme von Landeszuschüssen gewährleisten.

Diese Prioritätenliste wurde durch den ZWA „Thüringer Holzland“ unter den Aspekten

-          Zustand des Gewässers (biologisch, chemisch, hydraulische Leistungsfähigkeit)

-          Größe der Einleitstelle (angeschlossene Einwohner)

-          Schutz der Trinkwassergewinnung

-          Anschlussmöglichkeit an vorhandene kommunale Kläranlagen

erstellt (s. Anlage 2b). Nach der Bestätigung durch die unteren Wasserbehörden wurde sie in der gemeinsamen Informations-Broschüre des ZWA „Thüringer Holzland“ und des AZV Gleistal „Kleinkläranlagen im ländlichen Raum“ im März 2013 veröffentlicht und an alle Grundstückseigentümer, deren Schmutzwasser noch nicht nach dem Stand der Technik behandelt wird, versendet. Damit ist die Prioritätenliste nunmehr Handlungsgrundlage für den ZWA „Thüringer Holzland“ und die unteren Wasserbehörden für die zukünftige schrittweise Sanierung aller nicht dem Stand der Technik entsprechenden Schmutzwassereinleitungen.

 

Öffnungsklausel für „Bürgerlösungen“ mit Mehrkostenbeteiligung

In den Siedlungspunkten, in denen die Abwasserbehandlung durch grundstückseigene Kleinkläranlagen als Dauerlösung ausgewiesen ist, können abweichend „Bürgerlösungen“ mit Mehrkostenbeteiligungen (ortsbezogene Gruppenlösungen) vereinbart werden, sofern der rechtliche Rahmen dies zulässt. Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz hat in diesem Zusammenhang im Dezember 2013 einen Auftrag zur Untersuchung eines Pilotprojekts erteilt. Ergebnis dieser Untersuchungen soll eine in Thüringen anwendbare Methodik für derartige Gruppenlösungen sein. Die Verbandsversammlung des ZWA „Thüringer Holzland“ entscheidet einzelfallbezogen über Anträge der Vertreter der betreffenden Orte, besonders mit Blick auf den Realisierungszeitraum und die kostenseitigen Auswirkungen auf den Verband.

 

 

3.4. Umsetzung der WRRL hinsichtlich der Reduktionsziele für den Leitparameter Phosphor

Mit Schreiben der TLUG Jena vom 22.08.2013 wurden dem ZWA „Thüringer Holzland“ für die in seinem Verantwortungsbereich liegenden Abwassereinleitungen in die Oberflächenwasserkörper

-          Rauda

-          Gleise

-          Roda

-          Wiedabach

-          Untere Orla

die im Ergebnis des Gewässermonitorings berechneten notwendigen Pges.-Fracht-Reduzierungen mitgeteilt. Gleichzeitig wurden Vorschläge zur Pges.-Fracht-Minderung unterbreitet, die zum Großteil gar nicht bzw. wirtschaftlich nicht vertretbar zu realisieren sind.

Nach überschlägigen Schätzungen würden diese vorgeschlagenen Maßnahmen zusätzlich zu den bisherigen Planungen einen Investitionsbedarf von mehr als 15 Mio. EUR in den nächsten 7 Jahren erfordern.

Mit ergänzendem Schreiben der TLUG Jena vom 03.12.2013 erhielt der ZWA „Thüringer Holzland“ noch zusätzlich die Aufforderung, auch für die Abwassereinleitungen in den Oberflächenwasserkörper

-          Erlbach

eine beträchtliche Pges.-Fracht-Reduzierung vorzunehmen. Eine Übersicht aller Anforderungen ist in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:

 

Name des Oberflächen-wasserkörpers

Name der Messstelle

erforderliche Pges.-Frachtminderung (kg/a)

Bemerkungen

Rauda

Malzbach oberhalb

216

zusätzlich zur Errichtung P-Elimination auf der KA Weißenborn mit gefordertem Zielwert 0,8 mg/l

Gleise

Gleise Mündung

33

 

Roda

Waltersdorf unterhalb

100

 

Roda

Gernewitz

950

zusätzlich zur Errichtung P-Elimination auf der KA Stadtroda mit gefordertem Zielwert 1,0 mg/l

Wiedabach

Zeutsch oberhalb

20

 

Untere Orla

Freienorla oberhalb

71

 

Erlbach

Reichenbach unterhalb

250

fiktive Messstelle! Orientierungswert Pges.<0,1 mg/l (!)

 

Die vom ZWA „Thüringer Holzland“ vorgesehenen Maßnahmen zur Erreichung der Pges.-Reduktionsziele werden im Punkt 4 näher beschrieben. Im Punkt 4.12. werden die durch die nachfolgenden Maßnahmen prognostizierten Minderungen der in die Gewässer eingetragenen Pges.-Frachten den seitens der TLUG errechneten Reduktionszielen gegenüber gestellt.

 


4. Erläuterungen der geplanten Maßnahmen

Hier werden zum einen Maßnahmen zum Ausbau und Erhalt der öffentlichen Entwässerungseinrichtung bezogen auf Siedlungspunkte dargestellt. Die Gliederung der verbalen Erläuterung der Einzelkonzepte bezieht sich auf die Vorgaben aus dem Informationsbrief 4/2012 des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz vom 17.12.2012, Punkt 2.2.1 (d). Dabei werden Maßnahmen in den Zeitspannen bis Ende 2021 („kurzfristig“) und bis Ende 2030 („mittelfristig“) dargestellt. Auf eine Darstellung über 2030 hinaus wird verzichtet, da sich der Schwerpunkt der Investitionsmaßnahmen zunehmend hin zu Ersatzinvestitionen verschieben wird, die dem langfristigen Erhalt der öffentlichen Einrichtung dienen sollen.

Zum anderen werden hier im Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen auch die Siedlungspunkte aufgeführt, in denen die Abwasserbehandlung dauerhaft grundstücksbezogen und die Abwasserableitung im Wesentlichen über Teilortskanalabschnitte gestaltet werden sollen. Dabei wird jeweils ein Zeitpunkt benannt, in dem alle Teil- und Direkteinleiter eines Ortes zur Sanierung ihrer grundstückseigenen Kleinkläranlage aufgefordert werden. Die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsberechnung sind Bestandteil dieses Abwasserbeseitigungskonzepts.

4.1. OWK Dehnabach

4.1.1. Großeutersdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 : keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030

o        2022 – 2027 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet des Dehnabaches wurde keine Notwendigkeit zur Pges.-Fracht-Reduzierung ausgewiesen. Durch die geplanten Maßnahmen in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die Pges.-Fracht voraussichtlich um 20 kg/a verringert.

 

4.2. OWK Erlbach

4.2.1. Reichenbach

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2015 – 2019 Errichtung Ortskanalisation inklusive Regenentlastungs-bauwerken und Abwasserüberleitung zur KA Hermsdorf (Pumpwerk, Druckleitung)

o        Weitere Maßnahmen:

-         Sanierung KA Gewerbegebiet (Erneuerung Belüftungseinrichtung)

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030

o        2024 – 2027 Umrüstung aller Kleinkläranlagen nicht anschließbarer Grundstücke auf Stand der Technik

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet des Erlbaches wurde eine Pges.-Fracht-Reduzierung von 250 kg/a gefordert. Durch die geplanten Maßnahmen wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die Pges.-Fracht im Erlbach voraussichtlich um ca. 400 kg/a verringert.

 

4.3. OWK Gleise

4.3.1. Albersdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2013 – 2016 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.3.2. Scheiditz

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2018 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.3.3. Waldeck

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2020: bei Bedarf Errichtung P-Fällung auf KA Waldeck, falls Bewirtschaftungsziel Gleise nicht erreicht wurde und wasser-/ naturschutzrechtlich möglich

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

 

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet der Gleise wurde für die Anliegergemeinden des ZWA „Thüringer Holzland“ eine Pges.-Fracht-Reduzierung von 33 kg/a gefordert. Durch die geplante Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf den Stand der Technik in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die in die Gleise eingeleitete Pges.-Fracht voraussichtlich um ca. 19 kg/a verringert. Eine weitere Pges.-Fracht-Senkung ist nur über eine P-Fällung auf der KA Waldeck möglich. Aufgrund der Lage der Kläranlage im Naturschutzgebiet erscheint dies unter wasserrechtlichen und naturschutzrechtlichen fragwürdig (Aufsalzung des Gewässers, Lagerung/Zugabe wassergefährdender Stoffe). Diese Maßnahme sollte nur dann erfolgen, wenn das Bewirtschaftungsziel für den Gesamt-OWK Gleise nicht bereits durch andere Maßnahmen im weiteren Gewässerverlauf erreicht wurde.

 

4.4. OWK Orla, untere

4.4.1. Freienorla

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 – 2019 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.4.2. Hummelshain

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2015 – 2020 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet der unteren Orla wurde für die Anliegergemeinden des ZWA „Thüringer Holzland“ eine Pges.-Fracht-Reduzierung von 142 kg/a gefordert. Die zu diesem Ergebnis führenden Berechnungen der TLUG berücksichtigen nicht vorhandene Frachtspitzenwerte, die ihre Ursache nicht in häuslichen Abwassereinleitungen haben können. Unter Berücksichtigung dieser Werte ergeben sich bei gleichem Anteil des ZWA „Thüringer Holzland“ am Gesamtreduktionsziel noch eine erforderliche Pges.-Fracht-Reduzierung von ca. 63 kg/a. Durch die geplante Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf den Stand der Technik in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die in die Orla eingeleitete Pges.-Fracht voraussichtlich um ca. 53 kg/a verringert. Eine weitere Pges.-Fracht-Minderung von ca. 12 kg/a ist nur über eine P-Fällung auf der Wohngebiets-KA Hummelshain möglich. Diese Maßnahme sollte nur dann erfolgen, wenn das Bewirtschaftungsziel für den Gesamt-OWK Orla nicht bereits durch andere Maßnahmen im Oberlauf des Gewässers erreicht wurde.

 

4.5. OWK Rauda

4.5.1. Bad Klosterlausnitz

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2015 – Anschluss Siedlung „Am Bahndamm“

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.5.2. Hermsdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 : keine

o        Weitere Maßnahmen:

-         2013 – Ersatzneubau nördl. HS, 2.BA, 2.TA

-         2014 – Ersatzneubau HNS Erich-Weinert-Straße

-         2015 – Ersatzneubau NS Eisenberger Straße

-         2020 - Ersatzneubau nördl. HS, 2.BA, 3.TA

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

 

4.5.3. Schleifreisen

-          Die Gemeinde Schleifreisen entwässert über den Zeitzbach in den OWK Untere Roda. Mit den für 2013 und 2014 geplanten Baumaßnahmen erfolgt eine Überleitung der Abwässer zur KA Hermsdorf, so dass perspektivisch die Einleitung der gereinigten Abwässer der Gemeinde in den OWK Rauda erfolgen wird. Die diesbezüglich erforderlichen Maßnahmen sind im Pkt. „4.8. Roda, untere“ ausgewiesen.

4.5.4. Weißenborn

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 - Phosphatelimination KA Weißenborn

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet der Rauda wurde für die Anliegergemeinden des ZWA „Thüringer Holzland“ zusätzlich zu der sich aus der Installation einer P-Fällung auf der KA Weißenborn (Pges.-Zielwert: 0,8 mg/l) ergebenden Pges.-Fracht-Minderung eine weitere Pges.-Fracht-Reduzierung von 216 kg/a gefordert. Außer dem 2015 geplanten Anschluss der Siedlung „Am Bahndamm“ (Bad Klosterlausnitz) an die KA Weißenborn (ca. 40% der noch nicht angeschlossenen Einwohner) können keine weiteren Grundstücke wirtschaftlich vertretbar an die zentrale Abwasserbehandlung angeschlossen werden. Durch die vorgenannte Maßnahme und die weitere Umrüstung vorhandener Kleinkläranlagen auf den Stand der Technik in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die in die Rauda eingeleitete Pges.-Fracht voraussichtlich um ca. 28 kg/a verringert. Nach der Realisierung einer P-Fällung auf der KA Weißenborn im Jahr 2014 wird der ZWA „Thüringer Holzland“ alle Anstrengungen unternehmen, um durch Optimierung der P-Fällung in den Folgejahren die aus der KA Weißenborn in die Rauda ausgetragene Pges.-Fracht so weit zu reduzieren, dass die Gesamtzielstellung bis 2020 erreicht werden kann (bei annähernd gleichbleibender Abwassermenge entspräche das einer erforderlichen Pges.-Konzentration von ca. 0,5 mg/l am Ablauf der KA).

 

4.6. OWK Reinstädter Bach

4.6.1. Bibra

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010:

-         2014 – 2018 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.6.2. Reinstädt

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010:

-         2017 – 2022 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Reinstädt

-         2019 – 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs in den OT Geunitz und Zweifelbach

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet des Reinstädter Baches wurde keine Notwendigkeit zur Pges.-Fracht-Reduzierung ausgewiesen. Durch die geplanten Maßnahmen in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die Pges.-Fracht voraussichtlich um ca. 37 kg/a verringert.

 

4.7. OWK Roda, obere

4.7.1. Eineborn

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2016 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.7.2. Karlsdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

-         2022 – 2027 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

4.7.3. Kleinebersdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2021– 2026 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.7.4. Lippersdorf-Erdmannsdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010:

-         2019 – 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Erdmannsdorf

-         2020 – 2025 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Lippersdorf

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.7.5. Ottendorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2015 – 2020 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.7.6. Rattelsdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2019 – 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.7.7. Renthendorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2020 – 2025 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Renthendorf

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030:

-         s. kurzfristige Maßnahmen

-         2022 – 2027 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Hellborn

4.7.8. Tautendorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: Errichtung einer zentralen Kläranlage für die Ortslage Tautendorf

4.7.9. Waltersdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

 

4.7.10. Weißbach

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2019 – 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet der oberen Roda (Quelle bis unterhalb Waltersdorf) wurde für die Anliegergemeinden des ZWA „Thüringer Holzland“ eine Pges.-Fracht-Reduzierung von 100 kg/a gefordert. Durch die geplanten Maßnahmen in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die Pges.-Fracht voraussichtlich um ca. 120 kg/a verringert.

 

4.8. OWK Roda, untere

4.8.1. Bobeck

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2013 – 2016 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.2. Bollberg

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2013 – 2015 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.3. Geisenhain

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2017– 2022 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.8.4. Gneus

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.5. Großbockedra

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 – 2019 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen:

-         2013 – Entflechtung öffentliche Entwässerungseinrichtung / Gewässer, Ersatzneubau MW-Kanal, 1. BA

-         2014 – Entflechtung öffentliche Entwässerungseinrichtung / Gewässer, Ersatzneubau MW-Kanal, 2. BA

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.6. Meusebach

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2020 – 2025 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.8.7. Möckern

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2016 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.8. Quirla

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010:

-         2013 – 2017 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Quirla

-         2016 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Dorna

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.9. Rausdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 – 2019 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.10. Schleifreisen

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2013 – Neubau Ortsentwässerung und Überleitung der Abwässer zur KA Hermsdorf, 1.BA

-         2014 – Neubau Ortsentwässerung und Überleitung der Abwässer zur KA Hermsdorf, 2.BA

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.11. Schlöben

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 – 2019 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs in den OT Gröben und Trockhausen

-         2016 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Mennewitz

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: Anschluss der Ortslage Zöttnitz an die ZKA Schlöben

4.8.12. Schöngleina

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2013 – 2016 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.13. Stadtroda

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 - Phosphatelimination KA Stadtroda

-         2014 – 2016 Neubau MW-Kanal Bürgeler Straße und Anschluss an KA Stadtroda

-         2016 – 2017 Neubau MW-Kanal und Stauraumkanal Klosterstraße und Anschluss an KA Stadtroda

-         2018 – Ersatzneubau Kanal Töpferberg und Anschluss an KA Stadtroda

-         2020 – Kanalneubau Neustädter Straße und Anschluss an KA Stadtroda

o        Weitere Maßnahmen:

-         2019 – Ersatzneubau Kanal Kreuzstraße

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030:

-         Anschluss der Ortslage Hainbücht an die Zentrale Kläranlage Stadtroda

-         Ab 2023 Umrüstung aller Kleinkläranlagen bis dahin nicht an ZKA angeschlossener Grundstücke auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

4.8.14. Tissa-Ulrichswalde

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2018 – 2023 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.8.15. Tröbnitz

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2013 – 2016 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.8.16. Trockenborn-Wolfersdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 – 2019 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Trockenborn

-         2018 – 2023 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Wolfersdorf

-         2020 – Ertüchtigung KA Wolfersdorf auf Stand der Technik

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet der unteren Roda (unterhalb Waltersdorf bis Gernewitz) wurde für die Anliegergemeinden des ZWA „Thüringer Holzland“ zusätzlich zu der sich aus der Installation einer P-Fällung auf der KA Stadtroda (Pges.-Zielwert: 1,0 mg/l) ergebenden Pges.-Fracht-Minderung eine weitere Pges.-Fracht-Reduzierung von 950 kg/a gefordert. Durch die geplante Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf den Stand der Technik in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die in die Roda eingeleitete Pges.-Fracht voraussichtlich um ca. 680 kg/a verringert. Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Pges.-Fracht-Reduzierung von 20 kg/a im Einzugsgebiet der oberen Roda ist durch zusätzliche Maßnahmen eine weitere Pges.-Fracht-Minderung von 250 kg/a notwendig. Nach der Realisierung einer P-Fällung auf der KA Stadtroda im Jahr 2014 wird der ZWA „Thüringer Holzland“ alle Anstrengungen unternehmen, um durch Optimierung der P-Fällung in den Folgejahren die aus der KA Stadtroda in die Roda ausgetragene Pges.-Fracht so weit zu reduzieren, dass die Gesamtzielstellung bis 2020 erreicht werden kann (bei annähernd gleichbleibender Abwassermenge entspräche das einer erforderlichen Pges.-Konzentration von ca. 0,4 mg/l am Ablauf der KA).

 

4.9. OWK Saale

4.9.1. Großpürschütz

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2020 – Anschluss südwestliche Eigenheimsiedlung ans Ortsnetz im OT Großpürschütz (Überleitung zur KA Kahla, ca. 18 EW)

-         2018 – 2023 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Kleinpürschütz

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.9.2. Hummelshain, OT Schmölln

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2016 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.9.3. Kahla

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2015 – 2016 Neubau MW-Kanal Bibraer Landstraße und Anschluss an KA Kahla (ca. 90 EW)

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030:

-         Ab 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen bis dahin nicht an ZKA angeschlossener Grundstücke auf Stand der Technik

4.9.4. Kleinbockedra

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2018 – 2023 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.9.5. Kleineutersdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2013 – 2014 Anschluss von 6 Grundstücken ans Ortsnetz (Überleitung zur KA Kahla, ca. 20 EW)

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.9.6. Lindig

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.9.7. Oberbodnitz

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2016 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.9.8. Orlamünde

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010:

-         2013 – Entwässerung Orlamünde, 4. BA (Verbindungssammler Oberstadt zur Unterstadt und Anschluss an Ortsnetz mit Überleitung zur KA Kahla)

-         2017 – Entwässerung Orlamünde, 5. BA (Neubau Entwässerung Teileinzugsgebiet Dienstädter Straße und Anschluss an Ortsnetz mit Überleitung zur KA Kahla)

-         2018 – Entwässerung Orlamünde, 6. BA (Neubau Entwässerung Teileinzugsgebiet Petzlarstraße/Hausberg und Anschluss an Ortsnetz mit Überleitung zur KA Kahla)

-         2019 – Entwässerung Orlamünde, 7. BA (Neubau Mühlgrabensammler und Anschluss an Ortsnetz mit Überleitung zur KA Kahla)

-         2020 – Entwässerung Orlamünde, 8. BA (Neubau Abfangsammler B88–Nord/Siedlung)

-         Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030:

o        Ab 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen bis dahin nicht an ZKA angeschlossener Grundstücke auf Stand der Technik

4.9.9. Seitenroda

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2013 – 2018 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.9.10. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Kleinkrossen

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030:

-         2022 – 2027 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

4.9.11. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Niederkrossen

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2018 – 2023 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.9.12. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Oberkrossen

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030:

-         2021 – 2026 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

4.9.13. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Partschefeld

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 : keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: Anschluss der Ortslage an die Kläranlage Uhlstädt

4.9.14. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Rückersdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2016 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.9.15. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Uhlstädt

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-        2013 – Errichtung Ortsentwässerung Uhlstädt, 3.BA (Uhlstädt West)

-         2014 – 2015 Errichtung Ortsentwässerung Uhlstädt 4. BA (Uhlstädt Ost und Abwasserbehandlungsanlage)

-         2016 – Errichtung Abwassersammler Uhlsbachstraße und Anbindung an Ortsnetz)

-         2020 – 2021 Erweiterung Entwässerungsanlage (Errichtung Mischwasserkanal südlich B88 und Anbindung an Ortsnetz)

o        Weitere Maßnahmen:

-         2017 – 2018 Ersatzneubau und Verlängerung Mischwasserkanal Oberhofstraße

-         2019 - Ersatzneubau und Verlängerung Mischwasserkanal Oberhof-straße

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030:

-         Ab 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen bis dahin nicht an ZKA angeschlossener Grundstücke auf Stand der Technik

4.9.16. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Weißen

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :keine

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.9.17. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Weißbach

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2019 – 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.9.18. Unterbodnitz

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2014 – 2019 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Unterbodnitz

-         2016 – 2021 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs im OT Magersdorf

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

Zusammenfassung OWK

Für das direkte Einzugsgebiet der Saale und deren im Abwasserbeseitigungskonzept nicht separat ausgewiesener Zuflüsse wurde keine Notwendigkeit zur Pges.-Fracht-Reduzierung ausgewiesen. Durch die geplanten Maßnahmen in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die Pges.-Fracht voraussichtlich um 489 kg/a verringert.

 

4.10. OWK Weiße Elster

4.10.1. Tautenhain

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :keine

o        Weitere Maßnahmen:

-         2014 – Entflechtung öffentliche Entwässerungseinrichtung / Gewässer, 4. BA (Kanalbau im Weg zum Friedhof)

-         2016 – Entflechtung öffentliche Entwässerungseinrichtung / Gewässer, 5. BA (Regenüberlauf KA Tautenhain)

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030

-         Ab 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen bis dahin nicht an ZKA angeschlossener Grundstücke auf Stand der Technik

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet der Weißen Elster wurde keine Notwendigkeit zur Pges.-Fracht-Reduzierung ausgewiesen. Durch die geplanten Maßnahmen erfolgt durch die Verringerung von Mischwasserentlastungen und die Umrüstung der nicht an die KA Tautenhain anschließbaren Grundstücke eine weitere geringfügige Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) und der Pges.-Fracht.

 

4.11. OWK Wiedabach

4.11.1. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Beutelsdorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2015 – 2020 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

 

4.11.2. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Dorndorf

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2019 – 2024 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.11.3. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Engerda

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2017– 2022 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.11.4. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Rödelwitz

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2020 – Ertüchtigung KA Rödelwitz auf Stand der Technik

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

4.11.5. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Schmieden

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2020 – 2025 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: s. kurzfristige Maßnahmen

4.11.6. Uhlstädt-Kirchhasel, OT Zeutsch

-          Kurzfristige Entwicklung bis 2021

o        Umsetzung der Maßnahmen ThürkoAbwVO ab 01.01.2006: keine

o        Umsetzung der Maßnahmen EG-WRRL ab 01.01.2010 :

-         2015 – 2020 Umrüstung aller Kleinkläranlagen auf Stand der Technik sowie punktuelle zustandsbezogene Sanierung der TOKs

o        Weitere Maßnahmen: keine

-          Mittelfristige Entwicklung bis 2030: keine

Zusammenfassung OWK

Für das Einzugsgebiet des Wiedabaches wurde für die Anliegergemeinden des ZWA „Thüringer Holzland“ eine Pges.-Fracht-Reduzierung von 20 kg/a gefordert.. Durch die geplanten Maßnahmen in Verbindung mit der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung wird neben einer wesentlichen Reduzierung der organischen Belastung (Ammoniumstickstoff, BSB5) die Pges.-Fracht voraussichtlich um ca. 67 kg/a verringert.

 

 


4.12. Zusammenfassende Betrachtung OWK hinsichtlich Pges.-Reduzierung

In der nachfolgenden Tabelle werden die durch die vorgenannten Maßnahmen bis zum Jahr 2021 prognostizierten Minderungen der in die Gewässer eingetragenen Pges.-Frachten den seitens der TLUG errechneten Reduktionszielen gegenüber gestellt.

 

Name des Oberflächen-wasserkörpers

Name der Messstelle

erforderliche Pges.-Frachtminderung (kg/a)

Prognostizierte Pges.-Frachtmin-derung (kg/a)

Bemerkungen

Rauda

Malzbach oberhalb

216

232

nach Optimierung P-Fällung auf KA Weißenborn

Erlbach

Reichenbach unterhalb

250

409

 

Gleise

Gleise Mündung

33

19

ohne eventuelle P-Fällung auf KA Waldeck

Roda

Waltersdorf unterhalb

100

120

 

Roda

Gernewitz

950

941

nach Optimierung P-Fällung auf KA Stadtroda

Wiedabach

Zeutsch oberhalb

20

67

 

Untere Orla

Freienorla oberhalb

71

53

 

Dehnabach

Mündung in Saale

0

20

 

Reinstätter Bach

Mündung in Saale

0

37

 

Saale (kleine Bäche u. direkt)

 

0

489

 

 

Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass für das Einzugsgebiet der Weißen Elster (OWK Rauda und Erlbach) einem Reduktionsziel von 466 kg/a eine perspektivische Pges.-Minderung von 641 kg/a gegenübersteht. Für das Einzugsgebiet der Saale oberhalb Jena sind bei einer geforderten Pges.- Reduzierung von 1.174 kg/a Maßnahmen zur Frachtminderung um 1.746 kg/a vorgesehen.

 

 

5. Stand der Umsetzung der Maßnahmen aus der 2. Fortschreibung 2009 des Abwasserbeseitigungskonzepts im Zeitraum 2010 - 2012

 

5.1. Hermsdorf

Die Baumaßnahme Ersatzneubau Mischwasserkanal Schillerstraße, 2. BA, wurde wie geplant 2010 realisiert. Der Mischwasserkanal-Ersatzneubau des nördlichen Hauptsammlers mit Querung der DB-Anlagen musste aus organisatorischen und finanziellen Gründen in 2 Bauabschnitte unterteilt werden, von denen der erste 2012 realisiert wurde. Der 2. BA musste in das Folgejahr verschoben werden.

 

5.2. Kleineutersdorf

Die Errichtung des Stauraumkanals mit Entlastungsbauwerk, des Abwasserpumpwerks und der Abwasserdruckleitung zum Anschluss der Teileinzugsgebiete „Neue Welt“ und „Am Friedhof“ an die KA Kahla erfolgte planmäßig im Jahr 2011.

 

5.3. Orlamünde

Aufgrund des langzeitlichen hohen Wasserstandes der Saale und des anschließenden schwerfälligen Genehmigungsprozesses der Deutschen Bahn AG für die erforderliche Querung der ICE-Trasse konnte mit dem Bau des RÜBs und des Mischwasserpumpwerkes erst 2011 (geplant: 2010) begonnen werden. Dadurch verschob sich die Fertigstellung der folgenden Bauabschnitte (3. BA: Abfangsammler B 88 als Gemeinschaftsmaßnahme mit dem SBA Ostthüringen, geplant 2011, und 4. BA: Verbindung Unterstadt-Oberstadt, geplant 2012) ebenfalls in das jeweilige Folgejahr.

 

5.4. Seitenroda

Die Maßnahme „Infrastrukturelle Entwicklung der Leuchtenburg, 2. BA“ wurde planmäßig 2010 begonnen. Aufgrund des Umfangs (Schmutzwasserkanal, Regenwasserkanal, Regenrückhaltebecken, Kläranlage, Ablaufkanal KA/RRB bis zum Gewässer) und der schwierigen baulichen Randbedingungen erfolgte die Fertigstellung erst 2011.


5.5. Stadtroda

Die Baumaßnahme „Entwässerung Stadtroda, 4. BA Herrenstraße und Rodadüker“ wurde planmäßig 2010 bis Anfang 2011 realisiert.

 

5.6. Tautenhain

Der Neubau des Mischwasserkanals in der Hauptstraße (3. BA der Gemeinschaftsmaßnahme mit der Gemeinde Tautenhain „Entflechtung Gewässer und öffentliche Entwässerungseinrichtung“) erfolgte planmäßig 2010.

Der für 2011 vorgesehen 4. BA musste aus finanziellen Gründen auf einen Zeitraum nach 2015 verschoben werden.

 

5.7. Uhlstädt – Kirchhasel, OT Uhlstädt

Aufgrund den Bauabsichten des ZWA „Thüringer Holzland“ entgegen stehender Prämissen des Freistaates Thüringen wurde die Ortsdurchfahrt Uhlstädt 2010 als Umgehungsstrecke während Straßenbauarbeiten an der B 281 ausgewiesen. Somit konnte mit dem Bau der Hauptsammler in der Ortsdurchfahrt erst 2011 (1. BA) begonnen werden und hatte ebenfalls die Verschiebung der Bauabschnitte 2 und 3 um ebenfalls ein Jahr zur Folge.

 

 

6. Gründe für eine Befreiung von der Abwasserbeseitigungspflicht

 

Der ZWA „Thüringer Holzland“ wird die Befreiung von der Abwasserbeseitigungspflicht prinzipiell für alle Außengebietsgrundstücke beantragen. Für im Zusammenhang bebaute Siedlungspunkte wird die Befreiung von der Abwasserbeseitigungspflicht für die bisher direkt einleitenden Grundstücke in den Orten nach Punkt 4 des Erläuterungsberichts, die dauerhaft nicht an eine zentrale Abwasserbehandlungsanlage angeschlossen werden, beantragt.

Begründet wird die hiermit beantragte Befreiung von der Abwasserbeseitigungspflicht mit der Lage der betroffenen Grundstücke, die einen unverhältnismäßig hohen Aufwand für einen Anschluss an die öffentliche Entwässerungseinrichtung nach sich ziehen würde.